PHASE 2 | 2013

Meg Cranston, Jessica Gispert, Vesko Gösel, Tanja Goethe, Christian Jendreiko, Jakob Kolding, Thomas Locher, Ulrike Möschel, Alex Morrison, Christian Odzuck, Philipp Rühr und Henning Fehr, Andreas Siekmann, Ina Weber

Ein Projekt von MAP Markus Ambach Projekte und Museum Abteiberg
im öffentlichen Raum des Mönchengladbacher Abteibergs

In drei Phasen und drei Jahren verknüpft das Projekt den Abteiberg zur großen städtischen Sequenz, in der diese Räume zu einer komplexen Stadtlandschaft zwischen Museum und neuem Stadtzentrum werden. Phase 1 machte 2012 den Skulpturengarten des Museums zu einer städtischen Bühne. Ein interdisziplinäres Veranstaltungsprogramm mit Poetry-Slam, Konzerten und Filmvorführungen brachte die Nachbarn des Parks und viele Besucher:innen in den Skulpturengarten und reaktivierte ihn als öffentlichen Raum.

PHASE 2: 2013
Die zweite Phase verknüpft nun zahlreiche, teils unbekannte Wege, Pfade und öffentliche Räume zwischen Skulpturengarten, dem angrenzenden Hans-Jonas-Park und dem neu entstehenden Stadtzentrum an Hindenburg- und Stepgesstraße. Diese Ausstellung im öffentlichen Raum zeigt bildhauerische und interventionistische Arbeiten, teils Raumskizzen, teils träumerische Ideen, Neubetrachtungen, Möglichkeiten und Visionen für ein zukünftiges Ensemble dieser Räume am Abteiberg. Der Rundweg der Ausstellung führt entlang verschiedener künstlerischer Projekte vom Skulpturengarten über den Fliescherberg zum Hans-Jonas-Park und zurück.

Im weitgehend unbekannten Teil des Hans-Jonas-Parks legen sie den zukünftigen Umgang mit dem Gelände nahe, dessen Entwurf als städtischer Grünraum in Archiven verschwand. So reflektiert die Arbeit von Christian Odzuck eine 1981 geplante und nie verwirklichte Brunnenanlage. Odzucks Arbeit schlägt eine neue Nutzung des Ortes vor, die ihm die einst prognostizierte Sinnfälligkeit verleiht und neue Öffentlichkeit für diesen Platz schafft.
Dem verborgenen Ort im Buchenwald folgt ein Rundgang über die kultivierten Wege des Parks: am Jugendzentrum STEP, der Volkshochschule, der Musikschule, dem Weg und künftigen Platz zum Neubau des Einkaufszentrums an der Hindenburgstraße. Dort stellt die Berliner Künstlerin Ina Weber direkt am Straßenrand eine temporäre Bushaltestelle zur Verfügung, deren Sinn und Zweck nicht dem öffentlichen Nahverkehr gilt. Vielmehr dient sie als Aufenthaltsort für Jugendliche und andere Interessierte. In direkter Nachbarschaft des STEP gelegen, bietet sie denjenigen einen Ort in der Stadt, die dort sonst keinen finden: Ein temporärer Aufenthaltsort zum Verweilen, zum Gespräch und auch zum Tanz – denn die Haltestellen offenbart sich in ihren verschiedenen Bespielungen mal als Wartehäuschen und mal als informelle Diskothek.
Auf dem Rückweg zum Museum zeigt sich das Gelände zwischen Haus Erholung, Museum Abteiberg, Fußgängerzone und Parkgarage als kulturell und städtebaulich komplexe Zone, die zukünftig vielleicht zum Museumsvorplatz wird. Jakob Kolding inszeniert das ambivalente Konglomerat aus Architektur, informellen Eingriffen, Kunst und Graffiti durch großformatige Figurenfragmente zu einem Ensemble, in dem Kunst und Stadtraum verschmelzen.

Ab August gibt es eine Erweiterung des „Ahnungslosen Traum vom Park“ in den Probsteigarten – mit Objekten aus dem Ferien-Workshop „Unser Skulpturengarten“, der von dem Bildhauer Christian Odzuck geleitet wird, der die neue Bühne im Skulpturengarten und die Installation„The Rising of the Milky Way“ im Hans-Jonas-Park geschaffen hat. Dieser Workshop wird realisiert im Rahmen des „Kulturrucksacks“ des Landes NRW. Zwölf Kinder und Jugendlichen werden aktiv und entwerfen ihre eigenen Objekte für den öffentlichen Raum: Ausstellungseröffnung im Probsteigarten ist am 2. August um 16 Uhr, anschließend täglich zu sehen bis zum 1. September von 10–18 Uhr.
Die weiteren Sonntagsführungen im stehen ebenfalls unter dem Motto dieses erweiterten Skulpturengartens. Die Kinder und Jugendliche werden dann durch ihren Skulpturengarten führen. Des weiteren werden einige Projekte im „ahnungslosen Traum vom Park“ als mögliche Wunschkandidaten für einen längeren oder gar ewigen Verbleib auf dem Abteiberg diskutiert.

PROGRAMM

26. Mai 2013
12 UHR ERÖFFNUNG im Museum Abteiberg
15 Uhr Stabil Elite, Düsseldorf, live in concert im Museum
Skulpturengarten, Hans-Jonas-Park und die Mönchengladbacher Innenstadt: Unbekannte Nachbarn, die nahezu unentdeckt am Abteiberg nebeneinander liegen. Wie können sich diese öffentlichen Räume verbinden und zu einer sinnfälligen Choreographie verknüpfen? „Ein ahnungsloser Traum vom Park” sucht nach der gemeinsamen Zukunft dieser Orte.

26. Mai – 1. September 2013
DER PARK ALS STÄDTISCHE BÜHNE
Ein Veranstaltungsprogramm in Kooperation mit den Nachbarn des Abteibergs. Auf der Bühne im Skulpturengarten, im Hans Jonas-Park und im benachbarten Stadtraum.
LESUNGEN, FÜHRUNGEN, KONZERTE, PICKNICK

26. Mai – 1. September jeden Freitag (und nach Bedarf), 17–18 Uhr
TEMPORÄRE ABKÜHLUNG: Wasserbespielung in der Installation von Christian Odzuck The rising of the milky way – Ein Kollektiv aus Fleisch und Blut, Hans-Jonas-Park

16. Juni 2013, 15 Uhr
WUNSCHGÄRTEN Skulpturengarten, Probsteigarten, Hans-Jonas-Park, Adenauerplatz, Margarethengarten: Spaziergang durch einige Gärten der Stadt mit Tanja Goethe, Arne Dorando (Initiative Gründerzeitviertel) und Initiator:innen der Initiative Margarethengarten, Treffpunkt: Blumenwiese von Meg Cranston, Skupturengarten

28. Juni 2013, 16 Uhr
EIN SCHRITT VORAUS Konzertsampler: Metal, Hip Hop, Dub Step und whatever live auf der Bühne im Skulpturengarten, realisiert in Zusammenarbeit mit dem JUKOMM Jugendzentrum im STEP

5. Juli 2013, ab 16 Uhr
PUNKER-GRILL UND SPIESSER-DECKE: Kollektives Picknick im Hans-Jonas-Park, jeder bringt mit, was er mag.
DJ Workshop mit Paul Lederer im Wartehäuschen von Ina Weber, Ecke Stepgesstraße. Realisiert in Zusammenarbeit mit dem JUKOMM Jugendzentrum im STEP.

7. Juli 2013, 16 Uhr
DIRTY MIRRORS (Frank Lutz, John Miller, Aura Rosenberg, New York / Berlin) live in concert, Bühne im Skulpturengarten

13. und 14. Juli 2013
GRÜNDERZEITVIERTELFEST, Achse: Adenauerplatz – Schillerplatz – Margarethengarten, Initiative Gründerzeitviertel. Mehr Infos unter: initiative-gruenderzeitviertel.de

19. Juli 2013, 16 Uhr
LITERATOUR Präsentation des Jugendliteratur-Projektes im Wartehäuschen von Ina Weber, Hans Jonas-Park, Ecke Stepgesstraße. Realisiert in Zusammenarbeit mit Waldhaus 12 e. V.

31. August, ab 18 Uhr
DISKUSSION; PICKNICK UND OPEN AIR KINO
Die Kurator: innen des Ausstellungsprojekts, Markus Ambach und Susanne Titz, sprechen um 18 Uhr mit Dr. Gert Fischer, Kulturdezernent der Stadt Mönchengladbach, Carsten Faust, Projektleiter der Mönchengladbach Arcaden, mfi Essen, Dr. Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer der WFMG und EWMG, und den Initiatoren des Masterplan 3.0 über die Rolle von Kunst in der Stadt und ein mögliches Resumé der Phase 2 im „ahnungslosen Traum vom Park“. Unter dem Motto „Frikadelle und Gurkensandwich“ werden alle Bürger:innen zu einem kollektiven Picknick geladen: Jeder bringt mit, was er mag, Tauschen sehr empfohlen, das Weinhaus Straeten versorgt mit kaltem Wein und Wasser.
Ab 21 Uhr führt das Comet Cine-Center auf Großleinwand im Skulpturengarten den Lieblingsfilm der Gladbacher vor – Wunschzettel ab sofort ausfüllbar an der Kinokasse und im Museum Abteiberg.

1. September 2013 11–15 Uhr
DIE GARTENSTRASSE UND ANDERE WEGE Radtour mit Susanne Titz und Dr. Karlheinz Wiegmann, Direktor des Städtischen Museums Schloss Rheydt, vom Museum Abteiberg zum Museum Schloss Rheydt und zu musealen Parks in der Stadt – initiiert und begleitet von Norbert Krause im Rahmen des Programms „200 Tage Fahrradstadt Mönchengladbach“


Ein Projekt von MAP Markus Ambach Projekte und Museum Abteiberg, gefördert durch die Kunststiftung NRW und die Hans Fries-Stiftung. Realisiert in Kooperation mit der Stadtverwaltung Mönchengladbach, mfi Management für Immobilien und engagierten Förderern in der Stadt: Museumsverein Mönchengladbach, Stadtsparkasse Mönchengladbach, Ernst Kreuder GmbH & Co. KG, Johann Loers GmbH, Prinzen Werbetechnik, Stephan Metalldesign, Prangenberg und Zaum GmbH und weitere lokale Privatförder:innen und Unternehmen.