Eintritt frei!

Die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda Bank West fördert das aktuelle Ausstellungsprojekt OPEN DRESS und jetzt erstmalig auch zwei außergewöhnliche Freitagabende im November und Januar, an denen die Türen des Museums Abteiberg nochmals von 19 Uhr bis Mitternacht geöffnet werden. Für Kinder, die länger aufbleiben wollen. Für Jugendliche und Erwachsene, die Lust auf gutes Theater, Musik und eine spannende Ausstellung haben.

Das Programm der 2. Sparda-Nacht am 23. Januar beginnt um 19.30 Uhr mit dem Kasperkoffer:
Der Tränenbrunnen ist ein Kaspermärchen in 5 Akten von Christoph Stüttgen für Kinder ab 4 Jahren
Um 20 Uhr bietet sich die Gelegenheit an einer Führung zur aktuellen Ausstellung „Open Dress“ teilzunehmen. OPEN DRESS: Ausgehend von einem Konzept, das Nairy Baghramian 2008 erstmalig für einen Kunstverein entwarf, findet jetzt eine Erweiterung des Gedankens in den Museumsraum statt: Der Zusammenhang und auch die Widersprüchlichkeit des Nebeneinanders unterschiedlicher künstlerischer Praktiken steht hier zur Debatte. Dies auch als Reaktion und Kommentar auf einen großen und immer globaleren Kunstbetrieb, in dem es einen Zuwachs an Gruppenausstellungen gibt, ohne dass eine sichtbare inhaltliche Beteiligung der Künstler erkennbar ist.
Um 21 Uhr zeigt das Museum das Theaterstück Klamms Krieg von Kai Hensel.
Klamm, Deutschlehrer, steht vor seiner Klasse und verteidigt sich. Im Abi-Jahrgang,eine Stufe drüber, hat sich ein Schüler das Leben genommen. Die Klasse hat Klamm darauf den Krieg erklärt.
Klamms Krieg ist eine schonungslose Auseinandersetzung mit dem deutschen Schulsystem, das seinerseits Fragen spiegelt, die außerhalb der Bildungsinstitution im Raum stehen: Was hat heute noch einen Wert? Wofür lohnt es sich zu kämpfen?
Zum Abschluss des Abends um ca. 22 Uhr spielt die Band icelandiceland.
Das sind vier Jungs aus Oberhausen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die karge Musiklandschaft mit innovativem Indierock zu begrüßen. Es ist phantasievoller Rock mit komplexen Harmonien und eingängigen Melodien. Der Vergleich mit „Radiohead“ drängt sich auf, doch icelandicland ist ungleich lebensbejahender und versetzt in positive Gemütsverfassungen.


Programm

19.30 Uhr: Theater – Der Kasperkoffer, für Kinder von 4 – 7 Jahren
20.00 Uhr: Führung zur Ausstellung „OPEN DRESS“
21.00 Uhr: Theater – Klamms Krieg – Der Lehrer ist (nicht) schuld – für Jugendliche und Erwachsene
22.00 Uhr: Konzert: icelandiceland

Das Museumscafé bietet diesmal gesunde Öko und Veggi –Burger mit Süßkartoffel-Pommes-Frites und leckeren Dips an.


NATASCHA SADR HAGHIGHIAN: NICHTS IST WO ES MAL WAR
Präsentation der Schenkung der Kunststiftung NRW im Rahmen von „25/25/25“
Sonntag, 25. Januar, 15 Uhr

Ausstellung: 25. Januar bis 8. März 2015

Begrüßung
Hans Wilhelm Reiners, Oberbürgermeister Mönchengladbach
Dr. Fritz Behrens, Präsident der Kunststiftung NRW

Gespräch über die Sammlungen der Stadt
Dr. Barbara Könches, Idee und Leitung 25/25/25 / Stephanie Seidel, Kuratorin 25/25/25 / Susanne Titz, Direktorin, Museum Abteiberg, Dr. Christian Wolfsberger, Leiter Stadtarchiv Mönchengladbach

Künstlergespräch
mit Natascha Sadr Haghighian und Dr. Inke Arns, Künstlerische Leiterin Hartware MedienKunstVerein Dortmund

Im Rahmen der groß angelegten Initiative „25/25/25“ bringt die Kunststiftung NRW aus Anlass ihres 25jährigen Bestehens 25 internationale Künstlerinnen und Künstler mit 25 städtischen Museen des Landes zusammen, um die Öffentlichkeit neu für die einzigartige kulturelle Bedeutung der Museen in Nordrhein-Westfalen zu sensibilisieren. Die Künstlerinnen und Künstler wurden von einer renommierten Expertengruppe ausgewählt und darum gebeten, aus der Begegnung mit der jeweiligen Sammlung ein neues Kunstwerk zu entwickeln, welches das Profil des Museums reflektiert. Dieses „Porträt“ einer jeden Institution geht in den Besitz des jeweiligen Museums über. Zusätzlich wird es für 20 Tage auf großen Plakatwänden in der Stadt zu sehen sein, um so den Blick der Bürgerinnen und Bürger auf das Museum ihrer Stadt zu lenken. Zu den ausgewählten Museen gehört auch das Museum Abteiberg in Mönchengladbach. Hier hat die Künstlerin Natascha Sadr Haghighian ein Werk in Form eines Posters entwickelt:
Ein sechsteiliges Außenwerbungsplakat mit einer historischen Stadtansicht von Mönchengladbach aus der Zeit des wirtschaftlichen Booms der Textilindustrie. Doch die Bildteile sind durcheinander geraten und nicht an ihrem Platz. Es sieht aus, als hätte der Plakatierer die Teile vertauscht. Aber der Schriftzug ergibt einen grammatikalisch richtigen Satz: NICHTS IST WO ES MAL WAR.

Das Plakat von Sadr Haghighian sieht man vom 23. Januar bis 12. Februar im Außenraum in Mönchengladbach. Gleichzeitig ist es auch im Park des Museums Abteiberg auf einer Stellwand installiert, auf die man vom Fenster des Untergeschosses aus blickt. Im Ausstellungsraum des Museums liegen die sechs Teile des Plakats in einer Auflage von 100 Exemplaren zusammengefaltet wie Kleidung auf Stapeln. Die ausliegenden Poster können, so weit der Vorrat reicht, von den Besucherinnen und Besuchern ab Sonntag, nach der offiziellen Eröffnung, mitgenommen werden.