Am kommenden Sonntag lädt das Museum Abteiberg wieder Jung und Alt zu einem eintrittsfreien Besuch in den Holleinbau ein.
Diesmal steht wieder die Sonderausstellung von Sigmar Polke, die an diesem Sonntag zum letzten Mal zu sehen ist, im Mittelpunkt. Hierzu gibt es stündliche Führungen und um 15 Uhr zusätzlich einen Vortrag von Dr. Susanne Rennert über Polke und die 60er Jahre.
Um 13.30 wird auch eine Führung für Kinder von 8 – 12 Jahren angeboten.
In der Malklasse dreht sich alles um Polkes kosmische Bilder.
„Kometen und Sternenstaub“ lautet der Titel der Malaktion, in der viele Bilder zum Thema Planeten und Kosmos entstehen werden.
Wer wie Polke mit Farben und Pigmenten experimentieren will, sollte unbedingt alte Sachen anziehen.

Übrigens ist das Museum wunderbar klimatisiert. Bei konstant 21 Grad lässt sich Kunst wunderbar genießen.
Der Eintritt ist – wie für alle Angebote am ERSTEN SONNTAG – frei.

Der ERSTE SONNTAG am Abteiberg wird ermöglicht durch die Stadtsparkasse Mönchengladbach.
Das Museumscafé ist mit Unterstützung des Museumsvereins geöffnet.


Nachholtermin:
VORTRAG Dr. Susanne Rennert
Sigmar Polke, Frühe Einflüsse: Fluxus etc.
Sonntag, 5. Juli 2015, 15 Uhr

Am letzten Tag der Ausstellung „SIGMAR POLKE – Annäherung an Venedig, Filme und Trabanten der Biennale 1986” wird Susanne Rennert den Einfluss der 60er Jahre auf das Werk von Polke beleuchten.
Anfang Februar 1963 saß der 21-jährige Akademiestudent im Publikum des legendären Festum Fluxorum Fluxus, das – organisiert von Fluxus-Initiator George Maciunas, Joseph Beuys und Nam June Paik – an zwei Abenden in der Aula der Düsseldorfer Kunstakademie mit einer internationalen Gruppe von Performern stattfand, die im Zwischenbereich von Musik, Theater, Literatur und Bildender Kunst arbeiteten. Wie Gerhard Richter, mit dem Polke, Konrad Lueg und Manfred Kuttner kurze Zeit später den Kapitalistischen Realismus initiierten, war Sigmar Polke von dieser intermedialen Aktionscollage derart beeindruckt, „dass es ihm schwerfiel, alles bisher Gedachte und Getane fortzusetzen.“ (Dieter Hülsmanns)
Das Jahr 1963 markiert in Polkes Werkentwicklung eine entscheidende Zäsur; in diesem Jahr fand er, inspiriert durch die Pop Art und durch Fluxus, zu einer eigenen künstlerischen Haltung.
Susanne Rennert geht in ihrem Vortrag dem Kontext Fluxus und den katalysierenden Auswirkungen der anarchischen, bewusstseinserweiternden Fluxus-Ereignisse auf Sigmar Polke nach.

Dr. Susanne Rennert war eine der Kuratoren der Ausstellung Leben mit Pop. Eine Reproduktion des Kapitalistischen Realismus, Kunsthalle Düsseldorf 2013 / Artists Space, New York 2014. 2013 gab sie die Publikation «Le hasard fait bien les choses.» Jean-Pierre Wilhelm, Informel, Fluxus und die Galerie 22 im Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln heraus (mit S. Martin und E. Wilton).

Der Eintritt ist frei.
Mit freundlicher Unterstützung des Museumsvereins Mönchengladbach.