Eine Film-Trilogie über Fossiles Wirtschaften, Braunkohle, Klimapolitik und den Widerstand im Rheinischen Revier. Von Susanne Fasbender in Kooperation mit dem Hambacher Forst Filmkollektiv.

Donnerstag, 20. August, 19 Uhr 
BRAND I Vom Eigentum an Land und Wäldern, 109 Minuten

Die Künstlerin Susanne Fasbender bereiste das Rheinische Braunkohlenrevier und schuf ein umfassendes Filmwerk, in dem sie die Zusammenhänge zwischen Rohstoffabbau, Landnahme, Wirtschaftswachstum und Klimakrise auf beeindruckende Weise analytisch zu fassen weiß. Sie versteht es, ihren subjektiven, unter dem Eindruck der drohenden Klimaentwicklungen durchaus emotionalen Blick künstlerisch mit einer Filmsprache zu vereinen, die den Film grundlegend unaufgeregt durchzieht. Der Zuschauer bekommt Gelegenheit, in die lokalen Gegebenheiten einzutauchen und dabei gleichzeitig den für industrielles Wachstum und ökologische Zerstörung exemplarischen Charakter nachzuvollziehen.

Donnerstag, 17. September, 19 Uhr 
BRAND II Gegenwart der Dörfer und Bepreisung von Natur, 105 Minuten

BRAND II erzählt von der Zerstörung einer jahrhundertealten Kulturlandschaft für den Braunkohleabbau im Rheinland bis ins Jahr 2027 hinein. 120 Minuten

„Der Film macht die Tiefe dieses existentiellen Einschnitts begreifbar, den nicht nur die erzwungene Umsiedlung, sondern das Wissen um die restlose Vernichtung dessen, was das Wort „Zuhause“ mit all seinen bis in die Sprache, bis in die Tradition der Gewerke und einige Jahrhunderte alte Familien-geschichten besser trifft, als der hoch aufgeladene und politisch leider missbrauchte Begriff „Heimat.“ (aus: Texte zum Film von Dr. Frauke Tomczak, Literatur- und Filmwissenschaftlerin, Autorin und Dozentin)

Donnerstag, 15. Oktober, 19 Uhr 
BRAND III Widerstand im reichen Land ,120 Minuten

Lange Zeit bevor die Waldbesetzung im Hambacher Forst zu einem zu dieser Zeit noch unvorstellbaren Anziehungspunkt wurde, begann Susanne Fasbender 2012/13 in Kooperation mit dem Hambacher Forst Filmkollektiv mit den ersten Arbeiten zu BRAND III. Hier kommen Menschen zu Wort, die ohne jegliche Rückversicherung einer zivilgesellschaftlichen Akzeptanz oder gar Anerkennung mit der Besetzung des Hambacher Waldes einen radikalen Schritt unternahmen. Damit wird der Film zu einem seltenen Dokument jenseits des Hashtags „Hambi bleibt“.

In BRAND III blickt Susanne Fasbender zurück auf erste Klimacamps im Rheinland. Sie besucht engagierte BürgerInnen, die gegen Gesundheitsschäden durch Braunkohleverstromung aktiv sind und erzählt die Geschichte der Waldbesetzung im Hambacher Forst bis zur Räumung im Jahr 2018. Die Filmemacherin begleitet über mehrere Jahre einige der vielen Ereignisse des Widerstandes. Sie dokumentiert individuelle Grenzüberschreitungen gibt persönliche Gedanken Raum. AktivistInnen sprechen von Taktiken und Motivation, von ihren Erfahrungen im Wald zu leben und sich gleichzeitig mit ihrem Kampf für eine lebenswerte Zukunft einer antiökologischen Aufstandsbekämpfung auszusetzen.