
Licht ist das immaterielle Medium schlechthin – flüchtig, nicht greifbar, und doch grundlegend für unsere Wahrnehmung. Es macht die Welt sichtbar, lässt Formen, Farben, Räume und Bewegungen entstehen und prägt sogar Emotionen und Stimmungen. Erst durch reflektiertes oder ausgestrahltes Licht wird die Welt erfahrbar.
In der skulpturalen Praxis von Maria Toumazou steht Licht als konzeptuelles Werkzeug im Zentrum. Sie interessiert sich für die Wirkweisen und Wahrnehmung von Licht in künstlerischen Prozessen. Ihre Objekte fungieren zugleich als Lichtquellen und Bildträger, erzeugen Plastizität und Fiktion, verbinden Schärfe mit Unschärfe und verweisen auf fotografische Verfahren. So entstehen Arbeiten, in denen Licht nicht nur sichtbar macht, sondern selbst Bedeutung stiftet – als Medium der Transformation von Material, Form und Wahrnehmung.
Die zypriotische Künstlerin Maria Toumazou war von September 2024 bis Februar 2025 die 38. Stipendiatin der Stadt Mönchengladbach. In ihrer vorwiegend bildhauerischen Praxis interessiert sich Toumazou für den Moment, in dem sich vorgefundene Formen für alternative Verwendungsmöglichkeiten öffnen und transformiert von Ort und Biografie geprägte Objekte, Materialien und Situationen in künstlerische Arbeiten. Auf diese Weise begegnet Toumazou in „Light industry“ auch den Räumen im Museum Abteiberg, die nicht primär der Präsentation von Kunst, sondern ihrer Produktion, Rezeption und Vermittlung gewidmet sind.
Die Ausstellung wird kuratiert vom Kulturbüro Mönchengladbach und Alke Heykes, Museum Abteiberg.

Informationen: www.co-mg.de/stipendium
Abb.: Scan der Künstlerin © Maria Toumazou, 2025















