Die aktuelle Ausstellung The Camera of Disaster des Studio for Propositional Cinema thematisiert Fotografie als ein Medium, das vom Aussterben bedroht ist. Inmitten unserer politischen, kulturellen und ökologischen Krisen der Welt richtet die Ausstellung einen Blick auf die Dramatik der Fotografie: Durch Zensur, die Mächte der Datenclouds oder ökologische Katastrophen droht sie zerstört zu werden. The Camera of Disaster, die Kamera der Katastrophe, ist die Erfindung einer Technik, die dazu beitragen könnte, das Überleben der Fotografie zu sichern. Diese Ausstellung ist ein Aufruf zur Rettung, doch auch eine beispielhafte Betrachtung der fotografischen Bilder als eines unserer zentralen Kommunikations- und Ausdrucksmittel.

Die Installation, die aus großformatigen fotografischen und textlichen Elementen besteht, baut auf der Praxis des Studio for Propositional Cinema auf, mit großformatigen Installationsarbeiten die Ausstellung als eine Erzählform zu nutzen. „The Camera of Disaster“ bietet eine quasi filmische Erfahrung, die die Betrachter*innen beim Durchqueren der Ausstellung, ihrer Texte und Bilder enträtselt: ein demontierter Katastrophenfilm mit einem vorsichtig hoffnungsvollen Ende.

Anlässlich der Ausstellung erscheint im Sommer 2022 ein neuer Kassettenkatalog mit Textbeiträgen von Juliana Demers, David Campany und Paulina Pobocha. Die Buchpräsentation findet am 23.06.2022 statt.

Die Ausstellung wurde gefördert durch die Hans Fries Stiftung, die Stiftung Kunstfonds und die Botschaft von Kanada.
Großzügige Unterstützung gaben die Firmen RECOMART und HALBE Rahmen.