Hiwa K (*1976 in Sulaymaniyah, Irak) betrachtet seit seinen künstlerischen Anfängen seine Position als kurdischer Exilant und Intellektueller in der Gegenwart. In vielen Arbeiten problematisierte er die Fremdheit zwischen sich und dem Publikum sowie die Unvermittelbarkeit von existentiellen Fragen und die Ferne zwischen Menschen, die in unterschiedlichen Kulturkreisen aufwuchsen. Seine Medien sind Film, Raumarbeiten und Performance. Er ist bildender Künstler, Filmemacher und Musiker.
Hiwa K plant für das Museum Abteiberg eine Ausstellung, die sein Projekt „Raw Materiality“ vorstellt. Es ist eine Langzeitstudie, die ihn seit 2007 beschäftigt, eine Auseinandersetzung mit der Geschichte des Iraks als Ort und Material anderer Mächte („raw material“). In einer formalen Übernahme dieser historischen Konstante will Hiwa K sein filmisches Rohmaterial anderen zum Schnitt, zur Auswahl und Interpretation überlassen.