Anlässlich des großen Ausstellungs- und Veranstaltungs-Programms „beuys2021“ in Nordrhein-Westfalen, das zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys in mehr als 20 Institutionen, Museen, Hochschulen und anderen mit Beuys verbundenen Orten zu erleben sein wird, zeigt das Museum Abteiberg zwei Ausstellungen parallel.

INSTITUTIONSKRITIK – DAS MUSEUM ALS ORT DER PERMANENTEN KONFERENZ (J.B.)
In zwei Projekten werden die Beuys-Zeit und die heutige Gegenwart in Beziehung zueinander gesetzt. Wie in einer offenen Werkstatt werden das Bewahren, Erforschen und Vermitteln erfahrbar: in einem neuen Schauraum, der erstmalig aus der Neuerwerbung von SAMMLUNG/ARCHIV ANDERSCH schöpft und die enorm große Bedeutung von Archivarbeit zur Kunst der 1960er und 70er Jahre vermitteln wird. Parallel wird ein neues ortsspezifisches Projekt zu erleben sein, in dem sich die Mönchengladbacher Tradition seit Beuys‘ großer Schau 1967 fortsetzt: Die Institution Museum wird 2021 nochmals neu untersucht und künstlerisch befragt, eingeladen dazu ist die in London lebende Künstlerin Ghislaine Leung (*1980).

GHISLAINE LEUNG. PORTRAITS

Ghislaine Leung, 2020. Courtesy of Ghislaine Leung and ESSEX STREET, New York
Ghislaine Leung, 2020. Courtesy of Ghislaine Leung and ESSEX STREET, New York

Die Einzelausstellung von Ghislaine Leung umfasst Werke, die vom Museum Abteiberg in Auftrag gegeben und über einen Zeitraum von einem Jahr 2020/21 produziert wurden. Kuratiert wird diese Ausstellung von Susanne Titz, assistiert von Haris Giannouras. Diese Informationen entsprechen dem erforderlichen Umfang von 600-800 Zeichen und wurden von Haris Giannouras, Ghislaine Leung und Susanne Titz bearbeitet. Alle Angaben entsprechen dem Stand Dezember 2020, Änderungen möglich, vorbehaltlich notwendiger Erfordernisse und verfügbarer Mittel.

WERKSTATTBERICHT SAMMLUNG/ARCHIV ANDERSCH (BEUYS)

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Joseph Beuys, Nam June Paik, In memoriam George Maciunas. Klavierduett. 7.7.1978, 1978-1982, Zwei Langspielplatten, Sammlung / Archiv Andersch im Museum Abteiberg Mönchengladbach, Foto: Achim Kukulies

Anlässlich von „beuys2021“ zeigt das Museum Abteiberg den WERKSTATTBERICHT SAMMLUNG/ARCHIV ANDERSCH. Angeregt von Joseph Beuys‘ Verständnis der Institution Museum reflektieren die Kuratorinnen ihre aktuelle Arbeit hinter den Kulissen. In Anspielung auf Beuys‘ Denken über die Bedeutung der Institution Museum wird es nicht nur um eine Ausstellung gehen: Beuys‘ Geschichte in Mönchengladbach gibt Anlass dazu, gemeinsam mit dem Publikum die Aufgaben des Museums – das Sammeln, Bewahren, Forschen, Präsentieren und Vermitteln – auf neue Weise zu thematisieren.

Seit dem Erwerb von SAMMLUNG/ARCHIV ANDERSCH 2017 – einer der international umfangreichsten Fluxus-Kollektionen – sind die Mitarbeiter*innen des Museums Abteiberg damit befasst, den umfangreichen Neuzugang zu inventarisieren sowie dessen langfristige Präsentation und Lagerung in einem Schaumagazin vorzubereiten. Die Kollektion von Erik Andersch beinhaltet Kunstsammlung, Kunstbibliothek sowie historische Dokumente zahlreicher Künstlerinnen und Künstler wie Ay-O, Joseph Beuys, Henning Christiansen, Robert Filliou, Dorothy Iannone, Alison Knowles, George Maciunas, Yoko Ono, Nam June Paik, Dieter Roth, Takako Saito, Daniel Spoerri, André Thomkins, Ben Vautier, Robert Watts oder La Monte Young. Die Ausstellung wird kuratiert von Felicia Rappe und Denise Wegener. Wissenschaftliche Beratung SAMMLUNG/ARCHIV ANDERSCH: Susanne Rennert.

Die Ausstellungsprojekte werden gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, der Hans Fries Stiftung und dem Museumsverein Abteiberg.
Die Ausstellungen sind Teil des Jubiläumsprogramms »beuys 2021. 100 jahre joseph beuys«, einem Projekt des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf als Träger unter der künstlerischen Leitung von Prof. Dr. Eugen Blume und Dr. Catherine Nichols. Schirmherr ist Ministerpräsident Armin Laschet.